EXTRANEUS

 

 

 

 

Extraneus – nicht einzuordnen 

 

Welchen Namen gibt man nun einem Genre-Mix, den man nicht genau zuordnen kann? In welche Schublade soll man ihn stecken? Schon vor einiger Zeit hat sich Extraneus, der offensichtlich kein Freund von Schubladendenken ist, diese Frage gestellt. Wenn man nach einem Namen für seine Musik fragen würde, wäre seine Antwort ganz nüchtern: „Drum Hop“. Eine Mischung zwischen Hip-Hop und Drum ‘n‘ Bass, mit dem ein oder anderen poppigen Akzent. 

 

Aber um die Leute zufrieden zu stellen ist es dann wohl doch eher klassischer Hip-Hop oder Drum ‘n‘ Bass. Eins von beidem, schön sauber zugeordnet. Ach ja... und Trap, Hihats und irgendwas mit einer 808. Liebe zu Synths, urbane Stylez und im Allgemeinen dreimal „Yo“ – der Spaß am Zuhören darf nicht fehlen. 

 

Fernab vom Klischee

 

Vergangenheit ist prägend und so hört man diese auch in der Musik von Extraneus. Unzählige Drum ’n‘ Bass Partys, sowie seine starke Affinität zum Hip Hop und Rap. Die sozialkritische Attitüde kommt nicht von ungefähr und ist auf Liedern wie “Mittelfinger hoch“, “Fremder“ oder “Grau’“ ganz klar rauszuhören. 

 

Textpassagen wie „Menschen buckeln jeden Tag/ jeden Tag Stress, jeden Tag Qual/ der Himmel ist grau, so wie Schimmel im Haus/ leeres Konto, widerlicher Lauf“ wollen auf Missstände aufmerksam machen.

 

Klischees sind oft wahrer als man denkt und so passt alles sehr klischeehaft ins Bild: der Rapper, der von der Schule geflogen ist und das Leben „in der Hood“ gelebt hat. Daher kommt also die teilweise sehr harte Sprache und der ganze Inhalt über Drogen auf den Alben wie der „Nicht Jugendfrei EP“ oder dem „schwarzen Loch“.

 

Authentizität in Zeiten von Instagram und Co? Authentizität bei Hip Hop? Der hat doch nicht mal ne Kette an? Was ist also wirklich dran an Klischees?

Deepe Texte, viel Kritik an der Gesellschaft sowie Metaphern als stilistische Mittel - ja, man muss sich schon Gedanken machen und öfter über eine Zeile sinnieren. 

 

Von der Perspektivlosigkeit zur klaren Vision

 

Alles beginnt 2004 in Mosbach, mit viel Liebe zur Musik und einem Jugendlichem, der sich ohne wirkliche Perspektive auf der Straße verloren hat. Ein urbaner Lifestyle, der sich definiert durch Drogen und einem “in den Tag hinein Leben“. Doch auf einmal ist da eine Idee, die dem Ganzen ein Ende machen soll. Beats bauen. „Das kann ich auch“, ist einer seiner Gedanken, bevor er anfängt sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Die ersten Texte entstehen und werden auch direkt auf einem alten Tapedeck verewigt. Ohne ein Ziel, einfach aus einem Bedürfnis heraus. 

 

Knapp zwei Jahre vergehen bis Extraneus auf den Mosbacher Rapper Cem Ates trifft. Kollaborationen entstehen, damals auf die Beats von Ismail (Ice), worauf hin Extraneus bei dem Independent Label „No Money Music“ (später 71 Finest) landete. Nach den ersten Erfahrungen im Studio, ist Extraneus unter anderem auf dem „Real Deal Mixtape“ und dem „Real Deal Mixtape Vol.2“ zu hören. Danach trennen sich die Wege und Extraneus, der sich zum damaligen Zeitpunkt noch „Igh“ nennt, beschließt sein Glück selbst in die Hand zu nehmen. 

 

2012 ist es dann soweit und das Independent Label M.O.S.-Connection erblickt das Licht der Welt. Es dauert allerdings noch vier Jahre, bis 2016 dann tatsächlich die ersten Veröffentlichungen und Erfolge in Form von digitalen Downloads zu verbuchen sind. 

 

Nach einigen Versuchen etwas mit anderen Künstlern auf die Beine zu stellen, besinnt sich der Rapper aktuell auf sein eigentliches Ziel: professionell, authentische Musik und einer der Besten zu werden. 

 

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